TU-Direktaustausch mit der University of Illinois / Vorbereitungen
Vorbereitungen vor der Abreise
in die
Vereinigten Staaten
Finanzen
Was haben Yoghurt, Cola und Geld gemeinsam? Sie
kommen alle in Plastik. Amerika ist das Land der Kreditkarten, und deswegen
sollte man sich schon in Deutschland eine zulegen. Hier bietet sich entweder
eine Zweitkarte auf das Konto der Eltern oder eine Studentenkarte bei einer
Deutschen Bank an. Amerikanische Banken bieten zwar zu Hauf Karten an,
aber es bereitet teilweise Probleme, ohne Kreditvorgeschichte und festes
Einkommen eine zu erhalten, zudem sind die Bedingungen häufig ungünstiger.
Es aber unumgänglich in Urbana-Champaign
ein Konto zu eröffnen (zumindest zum Einlösen der monatlichen
Schecks braucht man eine feste Bankverbindung, und Zimmertüren sind
hier nicht unbedingt Panzerschränke).
Generell gibt es folgende (unsbekannte, und legale)
Wege, Geld in die USA zu transferieren.
- Bargeld bei der Einreise mitnehmen. Dies
ist in unbegrenzter Menge möglich, ab $ 10.000 allerdings deklarationspflichtig.
Hierbei sollt man allerdings beachten, daß alle Scheine über
20 $ mißtrauisch untersucht werden und etliche Läden die Annahme
verweigern, auf Banken, sollte es allerdings keine Probleme geben.
- Travellerschecks bei der Einreise mitnehmen
(Beschraenkungen s. oben). Vorteile: sicherer, guenstigerer Wechselkurs
(Sorten statt Devisen). Bei der Stückelung sollte man beachten, daß
man für die ersten Tage bis zur Eröffnung des Kontos genügend
kleine Schecks hat, da die Läden auch hier teilweise nur ungern Wechselgeld
herausgeben.
- Überweisungen von zu Hause tätigen
auf ein amerikanisches Konto. Praktische Fälle lagen uns nicht vor,
aber es fallen ohnehin relativ hohe Gebühren an, zudem ist die Laufzeit
des Geldes (4000 Meilen) zu berücksichtigen.
- Barschecks von deutschen Banken müssen
"drawn on an American account" sein, was heißt, daß
die deutsche Hausbank einen Scheck einer Schwesterbank in den Staaten im
namen der Kunden ausstellt. Dies ist vor allem nötig um evtl. Einschreibegebühren,
Mietskautionen oder TOEFEL zu bezahlen. Die Gebühren sind allerdings
auch beachtlich.
- Kreditkarte ist die günstigste Möglichkeit,
in den USA über Geld zu verfügen. Fast ohne Gebühren ist
das Bezahlen von Waren (abhänging von der Karte). Kleinere Gebühren
fallen für Barabhebungen an, allerdings sind diese meist geringer
als entsprechende Scheck- oder Überweisungsgebühren (bei der
jeweiligen Bank nachfragen!)
Persönliche Erfahrungen: Mit Travellerschecks
und Kreditkarte gab es bei uns keine Probleme. Man sollte aber zu Beginn
über ca. 2000 $ verfügen, da Mietkautionen und Anfangsanschaffungen
anfallen. Das Stipendium wird am Anfang eines jeden Monats durch einen
Scheck ausgezahlt. Die ersten Schecks der Uni treffen erst nach Erledigung
der Formalitäten ein, dann allerdings gleich zwei (August und September).
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Flugbuchung
Um möglichst günstige Tarife zu bekommen,
sollte man sich so früh wie möglich nach einem Ticket umsehen.
Das Orientierungsprogram und die Einschreibungen für internationale
Studenten beginnt Mitte August (1996: 19.August, 1997: vor. 18.August).
Da viele Vorlesungen ohnehin schon recht voll sind, empfiehlt es sich auch,
den frühest möglichen Termin zur Einschreibung wahrzunehmen.
Eine Auswahl von günstigen Flugreisebüros:
- Der weiße Laden (Briennerstraße)
- Flugbörse (Augustenstraße)
- Travel Overland (Uni Mensa)
- Sparflug (Partnachplatz)
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Gepäck
Da die meisten Leute ohnehin mit wesentlich mehr
Gepäck heimfliegen, als sie angekommen sind, ist es ratsam, Kofferplatz
zu sparen. Zulässig sind 2 Gepäckstücke a 32 kg. Viele Fluglienen
sind mittlerweile bei Handgepäck sehr pingelig (man kann es aber probieren).
Einrichtungsgegenstände und dergleichen können
vor Ort sehr günstig gekauft werden. (z.B. Halogen Stehlampe 8-20$,
Teppich 20$, Bettdecken 20$).
Die Versendung von Gegenständen per Post,
UPS, Fracht ist wegen der horrenden Gebühren wohl nicht erwähnenswert.
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Versicherungen
- Auslandskrankenversicherung
Da deutsche Krankenversicherungen (Pflicht- und Privatkassen) in der
Regel die Kosten für eine medizinsche Behandlung im außereuropäschen
Ausland nur über einen kurzfristigen Zeitraum und auch nur beschränkt
übernehmen, kommt man nicht umhin, eine private Auslandskrankenversicherung
abzuschließen. Das von der UIUC angebotene Versicherungspaket deckt
nicht alle Kosten. Zum Teil sind Auslandsversicherungen bei gleicher Absicherung
sogar günstiger als die entsprechenden Inlansverträge. Bestehende
Verträge können meist gegen geringe Beiträge ruhen bis zur
Rückkehr gelassen werden, um Probleme zu vermeiden. Uns bekannte Angebote
kommen von der Gothaer Versicherung (90 DM/Monat, maximale Laufzeit 3 Jahre)
und Colonia (630 DM für 365 Tage). Man sollte allerdings
beachten, daß man bei einer eventuellen Heimreise zu Weihnachten
auch versichert sein sollte.
- Haftpflichtversicherung
Uns ist zwar noch kein Fall bekannt, der eine derartige Versicherung
in Anspruch genommen hätte, aber der Abschluß beruhigt ungemein,
da Schadensersatzklagen in den USA Volkssport ist.
- Hausratsversicherungen
Wer plant, teure Gegenstände mitzunehmen, mag eine Hausratsversicherung
überdenken.
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Visum
Die Wartezeit auf Erteilung eines Visums beträgt
normalerweise 6 Wochen, da das Konsulat in München keine Visa mehr
ausstellt, so daß der Antrag postalisch erledigt werden muß
(Achtung der Paß muß mitgeschickt werden!). Unbequemer aber
schneller geht es, wenn man persönlich bei der zuständigen Botschaft
in Frankfurt auftaucht, allerdings werden pro Tag nur eine begrenzte
Anzahl an Anträgen bearbeitet, so daß die Schlange ab 10 Uhr
Vormittags abgeschnitten wird. Dafür erhält man den Aufkleber
allerdings auch noch am selben Nachmittag.
Von einer Einreise auf Touristenvisum ist abzuraten, da das Umsteigen auf
das entsprechende Studentenvisum nur schwer möglich ist, in der Regel
können nur die Botschaften im Land, in dem der Paß ausgestellt
wurde, ein Visum erteilen.
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Martin Schulz, 10. Februar 1997
Steffen Haidacher, 7. Februar 1997
Frank Ramsak, 7. Februar 1997