Hier muß man zwischen Undergraduate und Graduate unterscheiden. In Undergraduate Dorms teilt man sich im Regelfall das Zimmer mit ein (oder auch zwei) Studenten. Der Vorteil dieser Wohngelegenheit ist die angeschlossene 'All-Area-Party-Zone'. Im Gegensatz dazu, bietet ein Graduate Dorm (Sherman Hall ist das einzig verbliebene in U-C) eine größere Privatssphäre, da man nur das Bad mit anderen (1-2) teilen muß. Generell liegt der Vorteil von Wohnheimen darin, daß man leicht in Kontakt mit anderen Studenten kommt (in Grad Dorms vor allem auch mit Leuten aus der ganzen Welt). Außerdem spart man sich Ärger mit dem Landlord (Vermieter), Utilities (Nebenkosten) sind bereits im Preis enthalten und es wird alles in (relativ) gutem Zustand gehalten. Umgehender Reparaturservice ist meistens gegeben. Heizung und Klimaanlage sind in der Regel funktionsfähig, was man bei manchen privaten Appartments nicht behaupten kann. Des weiteren verfügen Dorms über zusätzliche Einrichtungen wie Computer Lab, Fernsehraum, Waschküche usw.
Das alles hat natürlich auch seine Schattenseite. Die Zimmer sind ziemlich klein (5-6 qm), und das zum etwa gleichen, teils höheren Preis als um einiges größere private Appartments. Außerdem ist man an den Long Distance Carrier der Uni gebunden, oder auf Telefonkarten angewiesen, was die Telefonrechnung um 50 - 100% erhöht.
Es ist generell kein Problem in U-C ein Appartment oder ein Zimmer in einer WG zu bekommen. Für die erste Zeit kann man für ca. 12 $/Tag ein Gästezimmer in einem Dorm zu bekommen. Aufpassen sollte man allerdings bei Abschluß des Vertrages, allerdings bieten sowohl die Office of International Student Affairs (OISA) als auch die University Tenant Union Unterstützung bei allen Wohnungsbelangen Hilfestellung. Wohnungen sind in der Regel groß und auf den ersten Blick recht luxuriös. Allerdings kann der Schein oft trügen: oftmals unzuverlässige Heizung (ärgerlich im kalten MidWest-Winter), undichte Fenster (frieren teilweise auch von Innen zu), überhöhte Nebenkosten, Reparaturen lassen auf sich warten oder kommen unangemeldet.
Auch wenn man sehr günstige Geschäfte mit Telefongesellschaften machen kann, so ist man nicht vor etwaigen Unannehmlichkeiten gefeit (falsche Rechnungsstellung ist ein Regelfall, Anschlüsse werden mal eben schnell stillgelegt usw.)
Um einem in Deutschland verbreitetem Gerücht entgegen zu treten: Fraternities & Sororities (Studentenverbindungen) bieten zwar Wohnraum an, allerdings ist dieser Mitgliedern vorbehalten, und die Aufnahme dauert gut ein halbes Jahr.