TGI-Praktikum, Bereich Maschinennahe Programmierung, 80x86 Assembler
TGI-Praktikum: Maschinennahe Programmierung: Abschlußpräsentation
Abschlußpräsentation
Die Abschlußpräsentation besteht aus der Ergebnispräsentation und dem Kurzvortrag des Projektmanagers.
Der Projektmanagementvortrag wurde schon unter dem Punkt Projektmanagemen behandelt.
Deshalb gehen wir im folgenden nur auf die Ergebnispräsentation ein, für die eine Dauer von 10 Minuten vorgesehen ist.
Der Zeitrahmen des Vortrags ist strikt einzuhalten. Daß wir darauf so
großen Wert legen, hat folgende Gründe:
Ein Projekt in sehr begrenzter Zeit überzeugend und
verständlich darstellen zu können, ist ein wichtiges Lernziel
der projekt-orientierten Praktikumsarbeit. Seine Ideen
bzw. Arbeiten ``verkaufen'' zu können ist ebenso wichtig wie
die Qualität des Geleisteten selbst.
Die Abschlußvorträge finden im Rahmen eines
Seminars statt, dessen Durchführung einer strengen
Zeitdisziplin bedarf, da Ihre Betreuer nach dem Seminar
weitere Termine haben und auch der Vortragsraum
i.a. unmittelbar im Anschluß an die Vortragsserie anderweitig
verplant ist. Mit diesen Rahmenbedingungen werden Sie auch im
Laufe Ihres Studiums und Ihrer späteren
Berufstätigkeit immer wieder konfrontiert.
Die vortragenden Gruppen sollten an allen
Präsentationen des Seminartermins teilnehmen und sind
eingeladen sich an der Diskussion über Inhalt,
Präsentations- und Vortragstechnik der einzelnen
Beiträge zu beteiligen. Sinn der Veranstaltung ist u.a. eine
offene Diskussion über Präsentationstechniken im
gewissermaßen geschützten Raum. Nur hier besteht die
Gelegenheit, durch unmittelbares Feedback darauf aufmerksam
gemacht zu werden, was man künftig besser machen kann - und
genau das ist der Zweck der Sache; es braucht niemand zu
befürchten durch Kritik die Note des Referenten zu
verschlechtern.
Aufbau des Vortrags
Der Vortrag richtet sich nicht nur an die ProjekbetreuerIn, er
soll allen Anwesenden Information über Ihre Arbeit vermitteln,
also Ihren Praktikums-Kollegen und den Betreuern der einzelnen
Aufgabenbereiche. Erfahrungsgemäß wird oft der Fehler gemacht,
zu viel als bekannt vorauszusetzen und sofort ins Detail zu
gehen.
Stellen Sie deshalb zu Beginn des Vortrags sich selbst als
Referenten, die Gruppe und die Aufgabenstellung vor.
Anschließend sollten Lösungsansätze diskutiert werden, die Sie
angedacht und verglichen haben. Die Entscheidung für den
gewählten Weg soll begründet werden. Nur so wird klar, daß Sie
nicht die erstbeste Lösung umgesetzt, sondern sich auch
intensiv Gedanken gemacht haben. Natürlich ist gerade bei den
einfacheren Aufgaben der Lösungsweg mehr oder weniger ``klar'',
so daß die Diskussion in diesen Fällen entsprechend kurz
ausfällt.
In der zur Verfügung stehenden Zeit läßt sich nach der
notwendigen ``Vorrede'' sinnvollerweise nur das Prinzip der
Lösung detailliert vorstellen; es bringt nichts, das
Assemblerprogramm Zeile für Zeile durchzugehen. Bei komplexeren
Aufgabenstellungen ist es oft sinnvoll, auch die detaillierte
Darstellung des Prinzips nur exemplarisch an einem Modul
vorzunehmen. Weniger ``Stoff'' in angemessenem Tempo und
verständlicher Präsentation ist in jedem Fall
mehr als der Versuch, hastig alles im Detail
präsentieren zu wollen - da verstehen die Zuhörer letztlich gar
nichts.
Zeiteinteilung
Unterschätzen Sie das Zeitproblem nicht! Wenn Sie Ihren
Vortrag fertig vorbereitet haben, schätzen Sie bitte ab, wie
lange Sie brachen. Halten Sie dann einen Probevortrag - vor
Publikum, z.B. Ihrer Gruppe, und lassen Sie die Zeit
``stoppen''. Sie werden feststellen, Ihr Vortrag dauert länger
als erwartet. Als Faustregel kann man sagen, daß der ``live''
gehaltene Vortrag i.a. 25 bis 30% länger dauert als die Proble
im stillen Kämmerlein ohne Publikum.
Zum technisch-wissenschaftlichen Vortrag gehören heute
unvermeidlich Folien für den Overhead-Projektor, oder als
modernere Variante eine Präsentation am Rechner die mittels
Video-Beamer projiziert wird. Für die Zeiteinteilung gilt als
Faustregel: pro Folie redet man - bei guter Foliengestaltung -
etwa 2-3 Minuten; bunte Screendumps, die nur der Illustration
dienen, gehen schneller. Das heißt: Für 10 bis 15 Minuten
etwa 3 bis 5 Folien - da muß man sich schon gut überlegen was
man da drauf schreibt.
Präentationsmaterial
Es ist nicht zweckmäßig, die Ausarbeitung als
Präsentationsmaterial zu verwenden. Sie enthält zu viel
Text. Ob Sie mit Video-Beamer oder traditionellen Folien
arbeiten, bleibt Ihnen überlassen. In beiden Fällen sollten
Sie folgende Grundregeln für die Gestaltung Ihres Materials
beachten:
- ausreichend große Schrift.
- Über
zu kleine Schrift auf Folien werden Sie sich sicher auch schon
geärgert haben. Standardtext sollte mindestens 18 Punkt
Schriftgröße haben, damit man ihn in den hinteren Reihen auch
noch lesen kann. Kleiner als 14 Punkt sollte auch kein
Sub-Index werden. Das gilt auch für Texte in Abbildungen! Die
Schriftart ``Helvetica'' ist (unabhängig von ästhetischen
Überlegungen) bei gleicher Größe auf weitere Entfernung lesbar
als ``Times Roman''. Falls Sie besonderen Wert darauf legen,
andere Schriftarten zu verwenden, beachten Sie bitte: je mehr
``Schnörkel'' die Schriftart hat, desto größer muß die
Schriftgröße gewählt werden um ausreichende Lesbarkeit zu
erzielen.
- übersichtliche Gliederung.
- Auf Folien sollten Stichpunkte statt ganzer Sätze
verwendet werden. Der Text zu einem Stichpunkt sollte nicht
länger als eine Zeile sein; bei Hochformat-Folien können es ggf. auch mal zwei
Zeilen sein
- Abbildungen
- sollen sich auf das
wesentliche konzentrieren, d.h. es soll nicht eine Unmenge von
Details abgebildet sein, auf die im Vortrag dann überhaupt
nicht eingegangen wird. Ist beispielsweise nur von den
Registern eines Prozessors die Rede, sollte man darauf
vezichten, das gesamte Blockschaltbild (üblicherweise mit
Beschriftung in 8 Punkt Größe) aufzulegen. Also: lieber den
relavanten Teil schematisch nochmal aufzeichen als ein zu
detailliertes Bild von eine verhandenen Vorlage einzukopieren
bzw. -scannen
- Synchronisation Folien/Vortrag
- Zwischen dem was der Vortragende erzählt und dem Inhalt
der Folie sollte eine gewisse Synchronisation bestehen. Der
Zuhörer sollte immer wisssen, bei welchem Punkt der Folie der
Referent gerade ist. Es bringt nichts, in der gegebenen Zeit
mehr ``schaffen'' zu wollen, in dem man gleichzeitig ein Thema im
Vortrag und ein anderes auf der Folie behandelt. Die Zuhörer
können nicht beidem folgen und nehmen letzlich weniger auf..
- Zeit zum Lesen lassen.
- Eine Folie soll so lange auf dem Projektor bleiben, daß
die Zuhörer auch den Inhalt erfassen können. Die häufig,
v.a. auf Tagungen zu beobachtende Praxis, gegen Ende der
Vortragszeit die Folien im Eiltempo über den Projektor zu
ziehen, ist schlechter Präsentationsstil.
Das Problem, nicht alle Folien ``durchzubekommen'' vermeidet
man durch vorausschauende Planung entsprechend der
Faustregel ``3 Minuten pro Folie''. Vorsorglich sollte man
sich aber trotzdem überlegen, was man weglassen kann, wenn
einem die Zeit doch zu knapp wird.
Falls Sie eine on-line Präsentation planen, bedenken Sie, daß
der mittels Video-Beamer projizierbare Bildschirmbereich
wesentlich kleiner ist als der 17 oder 20 Zoll Bildschirm der
Workstations hphalle oder sgihalle. Er entspricht in etwa einem
14-15 Zoll PC Bildschirm bei gängiger Auflösung. Umfangreiche
Tabellen oder Listings passen da nicht auf eine ``Seite''.
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Peter Luksch, 01 Feb 1999
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